Lukas Dumelin und Hanna Schmid sind zwei der insgesamt zehn Redaktionsmitglieder des Kanti-Magazins «pause». Bild: Nico Wrzeszcz
05.11.2026 09:54
«Ein tolles Schaufenster für das, was bei uns läuft»
Kantonsschule Frauenfeld setzt mit der «pause» auf zentrales Medium für Schulangehörige und weitere Interessierte
Die «pause» öffnet online und gedruckt das Fenster für einen Blick, was an der Kantonsschule Frauenfeld passiert. Das Schulmagazin kommt schlanker und moderner daher als ihr Vorgänger, das «Kanti Bulletin».
Frauenfeld Das Magazin der Kantonsschule Frauenfeld hat zwei Standbeine: Die Webseite fängt die Aktualität ein, und zweimal jährlich, jeweils im Frühling und im Herbst, erscheint auch eine acht- bis zwölfseitige Printausgabe. «Die «pause» ist das zentrale Medium für Schulangehörige und öffnet den Blick ins Innere des Schulalltags. Sie ist die schlanke und multimediale Nachfolgerin des umfangreichen «Kanti Bulletins», das zweimal pro Jahr gedruckt worden ist», erklärt Lukas Dumelin, Lehrer und Mitglied der Redaktion. Der ehemalige Journalist ist seit der zweiten Ausgabe Teil des Redaktionsteams, das aus insgesamt sieben Lehrerinnen und Lehrern sowie drei Schülerinnen und Schülern besteht.
Interesse an Journalismus
Eine der Schülerinnen ist Hanna Schmid. Sie konnte sich schon früh vorstellen, etwas mit Journalismus machen zu wollen. «Schon in der 1. Klasse war ich an diesem Beruf interessiert. Nach einem Aufruf, dass die pause-Redaktion nach engagierten Schülern sucht, konnte ich mir direkt gut vorstellen, dort mitzuarbeiten.» Generell sei es jedoch nicht einfach, Schülerinnen und Schüler für dieses Projekt zu gewinnen. Schliesslich läuft die Redaktionsarbeit zusätzlich zum normalen Schulalltag. «Wir sind überaus glücklich über die drei Schüler, die uns in der Redaktion unterstützen», betont Dumelin. Neben Hanna Schmid gehören auch Linda Oettli und Lukas Diel zum Schülerteam in der Redaktion.
Es sei wichtig, schon früh Erfahrungen zu sammeln, in diesem Fall auch zu sehen, wie Journalismus funktioniere. Man gewinne dadurch eine andere Perspektive auf gewisse Themen. «Wir erstellen ein Produkt von der Gemeinschaft für die Gemeinschaft. Mit unserem Magazin lassen wir die Leser ein Teil der Schulkultur sein.» Sowohl Online als auch Print seien tolle Schaufenster, um über Aktivitäten an der Schule, aber auch über Produkte und Kunstwerke von Schülerinnen und Schülern zu berichten. «Wir haben eine Auflage von 2700 Exemplaren. Diese werden in der Schule ausgelegt oder auch an Angehörige oder ehemalige Schülerinnen und Schüler zugestellt», so Lukas Dumelin. Das Printexemplar hat für die Redaktion einen hohen Stellenwert.
Schüler helfen den Lehrern
Der klassische Weg ist, dass die Lehrer ihren Schülern etwas beibringen. «Bei uns ist es so, dass wir auch den Lehrern etwas beibringen können. Wir helfen ihnen, frischer und manchmal auch jugendlicher zu denken oder modernere Ausdrücke zu verwenden», sagt Hanna. Auch bei der Themenfindung können die Schüler wichtige Impulse liefern. «Wir haben einen anderen Blickwinkel auf den Schulalltag und wissen, was unsere Mitschüler bewegt und interessiert.» In der Redaktion werde sich etwa einmal im Monat im Büro getroffen, ansonsten treffe man sich häufiger über Teams. «Für eine Ausgabe haben wir etwas mehr als ein halbes Jahr Arbeit. Dazu gehört auch eine gewisse Koordination, wer sich um was kümmert», erklärt Lukas Dumelin. Man tausche sich aus, was aktuell an der Schule sei, welches Thema die jeweils aktuelle Ausgabe verfolgen soll.
«In der neuen Ausgabe steht das Erweiterungsgebäude E im Mittelpunkt. Mit verschiedenen Inhalten haben wir das Magazin gefüllt, da es für die Kantonsschule ein besonderer Meilenstein ist.» Die Aufgabe hierbei: alle Interessen unter einen Hut zu kriegen, herauszufinden, wer involviert war und wen man zu Wort kommen lässt. «Das alles galt es für uns zu klären. Schliesslich haben wir in der «pause» auch nur begrenzt Platz», so der Lehrer. So kommen etwa der Architekt zu Wort, die Bauleitung, die Rektorin oder die Schülerinnen und Schüler, die seit dem letzten Jahr täglich mit dem Baulärm leben müssen.
Redaktionsschluss einen Monat im Voraus
Die Redaktion muss hoffen, dass im letzten Moment nichts Unvorhergesehenes an der Schule passiert. «Etwa einen Monat, bevor das Magazin in den Druck geht, haben wir Redaktionsschluss. Alle Inhalte sind dann etwa zehn Tage vor dem Druck fertig», erklären die Redakteure, die sich Alle um das Magazin parallel zum Schulalltag kümmern. Vor dem Abschluss schauen alle Beteiligten nochmals auf alle Inhalte, eine externe Grafikerin kümmere sich um das Layout. Die «pause» im Netz: http://pause.kftg.ch.
Von Nico Wrzeszcz