Patrik Wägeli hat innerhalb von sechs Wochen zweimal persönliche Bestleistung erzielt. Bild: zVg
30.03.2026 15:32
Patrik Wägeli unterbietet gleich zweimal seine persönliche Bestleistung
Der Nussbaumer Langstreckenläufer Patrik Wägeli startet mit eindrucksvollen Leistungen in die neue Saison. Der als «Fastest Farmer» bekannte Athlet vom LC Frauenfeld hat sich für dieses Jahr ein klares Ziel gesetzt: die Qualifikation für die Leichtathletik-Europameisterschaften in Birmingham kommenden August.
Leichtathletik Dafür gilt es, möglichst viele Punkte im World Ranking zu sammeln – insbesondere durch schnelle Zeiten im Marathon und Halbmarathon. Seinen ersten Wettkampf absolvierte Wägeli Mitte Februar beim Sevilla Marathon. Die Vorbereitung verlief allerdings nicht ganz ideal: Ende Dezember wurde er Vater, was seinen Schlafrhythmus beeinflusste. «Es war nicht immer einfach, Training, Arbeit auf dem Hof und das Leben als junge Familie unter ein Hut zu bringen erzählt Wägeli. Mit einem Augenzwinkern ergänzt er: «Schlafmangel scheint aber gar nicht so schlecht zu sein – zumindest für eine neue persönliche Bestzeit.»
Trotz der anspruchsvollen Umstände zeigte Wägeli in Sevilla ein starkes Rennen. Lange Zeit lag er auf Kurs für eine Zeit von rund 2:10:50, musste auf den letzten Kilometern jedoch etwas Tempo einbüssen. Dennoch überquerte er die Ziellinie in hervorragenden 2:11:58 Stunden – persönliche Bestzeit und zugleich neuer Thurgauer Rekord.
Doch viel Zeit zum Feiern blieb nicht. Bereits nach zwei trainingsfreien Tagen nahm Wägeli wieder das Training auf und richtete seinen Fokus auf den Halbmarathon. Nur sechs Wochen nach seinem Auftritt in Sevilla stand er beim Berliner Halbmarathon am 29.März erneut an der Startlinie. Auch in Berlin überzeugte der 35-Jährige mit einer starken Leistung. Mit einer Zeit von 1:03:24 Stunden verbesserte er erneut seine persönliche Bestleistung und stellte gleichzeitig einen weiteren Thurgauer Rekord auf.
Mit diesen Resultaten hat Wägeli einen wichtigen Schritt in Richtung EM-Qualifikation gemacht – und unterstreicht einmal mehr, dass er auf der Laufstrecke zur Spitze gehört.
red