Eine Legende geht – und führt den FCF erneut zum Sieg
Der FC Frauenfeld gewinnt zuhause gegen Abstiegskandidat Gossau II mit 5:1. Für die grossen Emotionen sorgt dabei der Abschied von Captain Yannic Kälin und weiteren wichtigen FCF-Spielern.
Der FC Frauenfeld gewann sein letztes Heimspiel deutlich. Bild: Markus Bauer
Der FC Frauenfeld gewinnt zuhause gegen Abstiegskandidat Gossau II mit 5:1. Für die grossen Emotionen sorgt dabei der Abschied von Captain Yannic Kälin und weiteren wichtigen FCF-Spielern.
Fussball Die Kleine Allmend gehört an diesem Sonntag eigentlich den Leichtathleten. Doch während vor der Tribüne die Siegerehrungen stattfinden, spielt sich das grosse Kino auf Platz zwei ab, auf den die Fussballer des FC Frauenfeld ausweichen müssen. Mit Captain Yannic Kälin verabschiedet sich zum Saisonschluss ein ganz Grosser, vielleicht sogar der Grösste in der jüngeren Vergangenheit des FCF. In 12 Saisons und über 200 Spielen erzielte Kälin fast 100 Tore im Frauenfelder Dress. Eine gut 30-köpfige, extra angereiste Belegschaft begleitet ihn bei seinem letzten Heimspiel.
Kälin könne nun ein letztes Mal so tun, als wäre er Profi, scherzen seine Fans auf einem Schild. Geld erhält er für seine Leistungen tatsächlich nicht. Aber weit weg vom bezahlten Fussball ist das einmal mehr nicht, was der 35-Jährige zeigt. Zuerst ebnet er Frauenfeld in der 30. Minute mit dem 1:0 den Weg. Dann verwertet Kälin in der 55. Minute einen Penalty und hilft dem FCF wie schon so oft aus der Patsche. Denn kurz zuvor glich Gossau ebenfalls aus elf Metern aus und nutzte damit, dass Frauenfeld gedanklich noch in der Pause schien.
Herausgeholt hatte den Frauenfelder Strafstoss Miran Ramadani, ein junger Stürmer, der künftig zumindest einen Teil der grossen Fussstapfen Kälins auszufüllen versucht. Ramadani trifft fünf Minuten später auch gleich zum 3:1 – und stellt damit die Weichen endgültig auf Sieg. Diogo Lopes krönt seinen starken Auftritt in der letzten halben Stunde mit einem Doppelpack. Der FCF feiert den zweiten 5:1-Sieg in Folge.
Es ist damit ein Abschied wie aus dem Bilderbuch, nicht nur für Kälin: Neben ihm werden vor dem Anpfiff auch die abtretenden Pascal Stadler, Leandro Pasina, Diogo Marta, Fabian Kreis und Dominik Signer geehrt. Mit Letzterem hört nach 15 Jahren im Verein der dienstälteste FCF-Spieler auf. Zusammen mit Kälin und dem ebenfalls erfahrenen Kreis wird Signer eine klaffende Lücke hinterlassen, die auf und nebem dem Platz kaum zu schliessen ist.
Doch ihr Adieu an die Kleine Allmend ist noch nicht final: Weil in der anderen 2.-Liga-Gruppe Ruggell gegen Montlingen gewinnt, steht nun fest, dass Frauenfeld das Finalspiel um die OFV-Meisterschaft am 20. Juni zuhause austragen darf. Dieses findet dann auf dem Hauptplatz statt – der Bühne, die diese Legenden verdient haben.
red
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