13.03.2026 08:00
Lungenliga Thurgau-Schaffhausen-Schaffhausen: Am 13. März ist Weltschlaftag
Schlafstörungen kosten die Schweiz 15 Milliarden
Medizinische Behandlungen, verminderte Leistung, krankheitsbedingte Absenzen, Langzeitarbeitsunfähigkeit: Der schlechte Schlaf der Schweizer Bevölkerung kommt unser Gesundheitssystem und unsere Wirtschaft teuer zu stehen. Eine aktuelle Studie beziffert die direkten und indirekten Kosten von Schlafstörungen.
Schlaf ist kein Luxus, sondern eine zentrale Voraussetzung für körperliche und psychische Gesundheit, Leistungsfähigkeit und Lebensqualität. Erholsamer Schlaf stärkt das Immunsystem, die Lernfähigkeit, das Risikobewusstsein und die Produktivität. Wer hingegen während Wochen und Monaten nicht einschlafen oder durchschlafen kann, entwickelt ein höheres Risiko, an Herzinfarkt, Schlaganfall, Diabetes und Demenz zu erkranken oder psychische Störungen wie Depressionen oder Angststörungen zu entwickeln. Am Arbeitsplatz führen Schlafstörungen zu Leistungseinbussen, Unfällen und krankheitsbedingten Absenzen. 1,7 Millionen Menschen leiden in der Schweiz an Schlafstörungen. Die Gesamtsumme der Folgekosten für die fünf häufigsten Schlafstörungen wird auf rund 15 Milliarden Franken beziffert. Die aktuelle Studie «Epidemiology and Economic Burden of Sleep Disorders in Europe» führt die Kosten von Schlafstörungen auf, unter anderen:
Schlafapnoe − Atemaussetzer im Schlaf: CHF 8,6 Milliarden
Insomnie − langandauernde Ein- und Durchschlafstörungen: CHF 4,2 Milliarden
Restless Legs − unangenehme Bewegungen der Beine im Schlaf: CHF 2,3 Milliarden
Die Schweiz verzeichnet in Europa die höchsten Pro-Kopf-Kosten, die infolge von Schlafstörungen entstehen, ganz abgesehen vom hohen individuellen Leidensdruck der betroffenen Menschen. Frauen und ältere Erwachsene sind besonders von Schlafstörungen betroffen, zunehmend aber auch junge Menschen. Langandauernde Ein- und Durchschlafstörungen begünstigen Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes, Demenz oder Depression. Diese gehören zu den nichtübertragbaren Krankheiten, welche rund 80 Prozent der Gesundheitskosten verursachen.
Weltschlaftag am 13. März
Vielen Menschen ist nicht bewusst, wie wichtig der Schlaf für ihre Gesundheit ist. Deshalb macht die Lungenliga anlässlich des World Sleep Day auf die Schlafgesundheit aufmerksam.
Schlaf-Workshop der Lungenliga Thurgau-Schaffhausen
Guter Schlaf beginnt mit dem richtigen Wissen! In diesem Kurs erfahren die Teilnehmenden, wie Schlaf funktioniert und welche individuellen Schlaftypen es gibt. Einfache Übungen, alltagstaugliche Anregungen und klare Strategien sollen für einen besseren Schlaf sorgen.
Termine: Do, 11. Juni 2026 online oder am Do, 22.Oktober 2026 in Weinfelden. Anmeldungen über info@lungenliga-tgsh.ch oder 071 626 98 98.
Lungenliga Thurgau-Schaffhausen