Setzten den Spatenstich für das neue regionale Paketzentrum in Frauenfeld (v.l.): Regierungsrat Walter Schönholzer, Johannes Cramer, Mitglied Konzernleitung Schweizerische Post und Jean-Pierre Stettler, Leiter Paketzentren Region Ost Schweizerische Post. Bild: nw
17.06.2026 10:58
Mehr Kapazität für Pakete
Post investiert dreistelligen Millionenbetrag und schafft mit dem Neubau über 200 neue Arbeitsplätze
Die Anzahl der Paketmengen steigt nach einem kurzen Rückgang kontinuierlich an. Um dieser Flut an Paketen auch zukünftig weiterhin gerecht zu werden, entsteht in Frauenfeld neben dem nationalen neu auch ein regionales Paketzentrum.
Frauenfeld Es werde Tür an Tür zum bisherigen Paketzentrum gebaut, der Neubau sei erforderlich, um mit neuen Kapazitäten die Qualität weiter aufrecht zu erhalten und in Zukunft sogar noch auszubauen. «Wir investieren 200 Millionen Franken in das neue regionale Paketzentrum und schaffen 220 neue Arbeitsplätze», erklärt Johannes Cramer, Leiter Logistik-Services der Post am offiziellen Spatenstich. Die nationalen Paketzentren in Frauenfeld, Härkingen und Daillens seien in die Jahre gekommen und müssten in den nächsten zehn bis 15 Jahren saniert und umgebaut werden. «Während dieser Umbauphase wird das neue regionale Zentrum in Frauenfeld einen Grossteil der Last abnehmen. Mit dem Bau gehen wir einen wichtigen Schritt in die Zukunft.»
Paketzentrum und Parkhaus entstehen
Anfang Mai wurde bereits mit den Erdarbeiten begonnen, nun werde es aber richtig ernst. «Vor Ort gibt es zwei Bauplätze, einer für das Paketzentrum, ein weiterer für ein Parkhaus. Dies entsteht dort, wo bisher die Parkplätze angesiedelt waren», so Jean-Pierre Stettler, Leiter Paketzentren Region Ost. Das Parkhaus werde 4-stöckig und biete Platz für 450 Fahrzeuge. Durch das regionale Zentrum werde man künftig etwa 700 Mitarbeitende zählen, die Parkplätze genügen dennoch. «Da im Schichtbetrieb gearbeitet wird und einige auch mit dem ÖV zur Arbeit kommen, reichen die Parkplätze aus.» Das neue regionale Paketzentrum werde 3-stöckig. Es wird angestrebt, sowohl den Bau, wie auch die Planung und den Betrieb nachhaltig zu führen.
Geplant ist die Inbetriebnahme für den Herbst 2029. Künftig könnten im regionalen Zentrum rund 12'000 Pakete pro Stunde sortiert werden, am Tag sogar bis zu 200'000. Dazu sollen durch die Nähe der beiden Zentren in Frauenfeld wichtige Synergien genutzt werden. «Ich möchte zudem hervorheben, dass wir in der kompletten Phase bis zum Spatenstich perfekt von der Stadt Frauenfeld und dem Kanton Thurgau unterstützt wurden. Das ist keineswegs selbstverständlich», betonte Jean-Pierre Stettler am Spatenstich am Montag.
Gewerbe wird profitieren
Für die Stadt Frauenfeld und den Kanton Thurgau sei dieser Neubau von grosser Bedeutung. «Der Kanton Thurgau wertet die Investition als klares Bekenntnis der Post zum Standort Frauenfeld und wir freuen uns, dass dadurch neue Arbeitsplätze in der Region entstehen», so Regierungsrat Walter Schönholzer. Das lokale Gewerbe werde durch den Neubau profitieren. Zudem dürfe man den Wert für die Region nicht unterschätzen. «Mit dem Neubau wird zudem Frauenfeld als Logistikknotenpunkt weiter gestärkt.»
Von Nico Wrzeszcz