Trains: Ein Film über Fortschritt, Freude und Schrecken. zVg
19.11.2025 08:15
Wortlose Reise im 20. Jahrhundert
Das Historische Museum Thurgau und das Cinema Luna präsentieren den Film «Trains» des polnischen Regisseurs Maciej J. Drygas. Die Filmvorführung findet am Sonntag, 23. November 2025, um 11 Uhr, im Cinema Luna in Frauenfeld statt.
Frauenfeld «Trains» beginnt mit einem Zitat von Franz Kafka: «Es gibt viel Hoffnung. Unendlich viel Hoffnung. Aber nicht für uns». Diese Worte hängen wie eine dunkle Wolke über diesem Found-Footage-Dokumentarfilm, der ein kollektives Porträt der Menschen im Europa des 20. Jahrhunderts zeichnet und ihre Hoffnungen, Wünsche, Dramen und Tragödien einfängt.
Der Dokumentarfilm besteht ausschliesslich aus Archivaufnahmen – fast 600 Sequenzen aus 46 Archiven weltweit – und wird von einer eindringlichen Tonspur getragen. «Trains» ist eine wortlose Reise durch das 20. Jahrhundert: von der Faszination für Technik und Mobilität über Momente des Feierns bis hin zu den Schrecken von Krieg, Vertreibung und Vernichtung. Züge erscheinen hier als Symbole für Fortschritt und Hoffnung, aber auch als Werkzeuge von Gewalt und Unterdrückung. Der Film erhielt internationale beste Kritiken. Er gewann unter anderem den Preis für den besten Film und den besten Schnitt beim Internationalen Dokumentarfilmfestival in Amsterdam. Die Filmvorführung findet am Sonntag, 23. November, 11 Uhr, im Cinema Luna statt. Im Anschluss an die folgt ein Podiumsgespräch mit Historiker Michael Mente, moderiert von Noemi Bearth, Direktorin des Historischen Museums Thurgau. Danach wird ein Apéro offeriert.Anmeldung unter: www.cinemaluna.ch/Film/ID/425.
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